Pakami 2.0

Viele haben sich diesen Tag all die Jahre herbei gewünscht. Meist Leser meines alten Blogs, den ich 2013 nach über fünf Jahren und weit über 100.000 Lesern geschlossen habe. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wohlgemerkt, doch keinesfalls unüberlegt. Im Gegenteil: Damals fühlte sich das richtig an. Mehr Zeit für andere Projekte, die Familie und nicht zuletzt mich selbst war wichtig und sicherlich auch bitter nötig.
Doch schon während die Blumen auf meinem virtuellen Grab noch nicht komplett verwelkt waren, beschlichen mich erste, zarte Zweifel an meiner Entscheidung. Das ist wie in einer Beziehung. Fünf Jahre sind eine lange Zeit, da gab es viele Höhen und Tiefen, das schmeisst man nicht einfach so weg. Vielleicht braucht man mal eine Auszeit, aber gerade in unserer Wegwerfgesellschaft sollte man nicht sofort über Scheidung nachdenken. Nicht, ohne es zumindest noch einmal miteinander versucht zu haben.

Heute, bald drei Jahre später, weiß ich, dass die Geschichte damals einfach noch nicht fertig erzählt worden ist. Und mehr noch: Ich habe verdammt viel Lust, Euch zukünftig wieder an ausgewählten Facetten meines Lebens teilhaben zu lassen und Euch diverse Anekdoten über meine Art der Fotografie zu erzählen.

Die Vergangenheit lassen wir dabei natürlich nicht außer Acht, jedoch größtenteils in Frieden ruhen. Es gibt Türen, bei denen es besser ist, wenn sie verschlossen bleiben. Punkt. Aus diesem Grund sind auch nur einige, wenige, ausgewählte Artikel von früher mittlerweile wieder freigeschaltet, andere werden vielleicht noch folgen, we´ll see….

Kurz gesagt: Ich bin wieder da! Hallo zusammen.

Zeit was zu ändern…

…Zeit mal die Bremse zu ziehen, einiges zu überdenken, einen Funken Normalität ins Leben zu bringen. Zeit, für eine Auszeit. Oder, wie ich es unlängst sehr treffend gelesen habe:

“Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit. Mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten, aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel, lachen wenig, fahren zu schnell, regen uns unnötig auf. Sehen zu lange fern, stehen zu müde auf, lesen wenig, denken selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Welt reduziert. Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient, aber nicht wie man lebt. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr zur Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns gefüllt…”

So sehr ich diesen Blog in den letzten fünf Jahren lieben gelernt habe, so sehr ist nun aber auch ein vorläufiger Schlussstrich nötig. Wann und in welcher Form ich diesen Blog wieder aufnehme steht derzeit noch in den Sternen und ich möchte mich diesbezüglich auch noch nicht festlegen. Denkbar ist vieles, wir werden sehen!

Vielen Dank für Eure Treue, ihr rockt !!!

Euer Pakami

Lo Pepin